Unsere Heimat
 
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Mit seiner geographischen Lage von 50° 56' 38" nördliche Breite10° 42' 38" östliche Länge liegt Gotha ziemlich genau im Mittelpunkt Deutschlands und erstreckt sich, eingebettet zwischen der Trügleber Höhe, dem Boxberg und dem Kleinen Seeberg, auf einer Fläche von über 6 900 ha. Der höchste Punkt im Stadtgebiet, der Krahnberg, liegt 431,3 m über NN, der tiefste Punkt ist mit 269,4 m über NN im Heutal.
Die Stadt gehört zur Vorlandregion des Thüringer Waldes und wird allgemein als "Westthüringer Berg- und Hügelland" vom eigentlichen Thüringer Becken ausgegliedert.

 

Die klimatologischen Bedingungen reichen vom milden Binnenlandklima des Thüringer Beckens bis hin zum Berg- und Hügellandklima des Mittelgebirgsvorlandes.

Ins Licht der Geschichte tritt die "Villa Gotaha" im Jahre 775 in einer Urkunde des Frankenkönigs Karl des Großen und gehört damit zu den ältesten Siedlungen Thüringens. Eine der wichtigsten Ost-West-Handelsverbindungen, die "Hohe Straße", führte vorbei an der Ansiedlung am "guten Wasser". Seit dem 12. Jahrhundert genießt Gotha das Stadtrecht, und erlangte frühzeitig mit ihrer befestigten Burg strategische Bedeutung als Residenz der Thüringer Landgrafen.
Aufgrund der hervorragenden Lage entwickelte sich das mittelalterliche Gotha zu einem der bedeutendsten Handelszentren in Thüringen. Besonders der Handel mit der Farbpflanze Waid brachte den städtischen Bürgern gute Einkünfte und bescheidenen Wohlstand. Die herrlichen Bürgerhäuser am Hauptmarkt legen noch heute Zeugnis dieser Epochen ab. Bedeutende Persönlichkeiten prägten die Geschichte der Stadt. Neben den Reformatoren Martin Luther und Friedrich Myconius wirkte in Gotha der Pädagoge Andreas Reyher, dessen "Gothaer Schulmethodus" eine der ersten Schulordnungen in Deutschland war.
"Stadt der Naturwissenschaften und der Künste" ist ein Beiname, den die Residenzstadt zu Recht verdient. Neben dem Geologen und Forschungsreisenden Karl Ernst Adolf von Hoff (1771-1837) wirkten in Gotha die Astronomen Baron Franz Xaver von Zach (1754-1832), Johann Franz Encke (1791-1865) und Peter Andreas Hansen (1795-1874). Im 1785 von Justus Perthes gegründeten geographischen Verlag erschien bis 1943 der Gothaer Adelskalender, der als der "GOTHA" weltbekannt wurde.



 

Der Kaufmann Ernst Wilhelm Arnoldi (1778-1841) gründete 1820 bzw. 1827 in Gotha die erste Feuerversicherungsbank bzw. die erste Lebensversicherungsbank Deutschlands; Josef Meyer (1796-1856) gründete 1826 das heute noch bestehende Bibliographische Institut, einen der größten deutschen Lexikonverlage und Herausgeber von "Meyers Universal-Lexikon".

 

Der Kaufmann Ernst Wilhelm Arnoldi (1778-1841) gründete 1820 bzw. 1827 in Gotha die erste Feuerversicherungsbank bzw. die erste Lebensversicherungsbank Deutschlands; Josef Meyer (1796-1856) gründete 1826 das heute noch bestehende Bibliographische Institut, einen der größten deutschen Lexikonverlage und Herausgeber von "Meyers Universal-Lexikon".

 

Die Komponisten Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) und Louis Spohr, der Philologe Friedrich Jacobs (1764-1847), der Bildhauer Friedrich Wilhelm Doell (1750-1816), der Dichter Friedrich Wilhelm Gotter (1746-1817), der Historiker und "Vater der Kathederblüte" Johann Georg August Galletti (1750-1828), der Geologe Ernst Friedrich von Schlotheim (1764-1832) und der Begründer der modernen Paläontologie Johann Gottfried Geissler (1726-1800) sind untrennbar mit der internationalen Ausstrahlung der Stadt verbunden.



Bedeutsame Kongresse tagten in Gotha. Der "Deutsche Schützenbund" wurde 1861 in der Stadthalle gegründet, und 1875 vereinigten sich in Gotha die Arbeiterparteien von Ferdinand Lassalle und August Bebel zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands".

Die Industrialisierung erkannte Gotha als wichtigen Standort des Maschinenbaus, der Lebensmittelindustrie und des Fahrzeugbaus. Interessante architektonische Lösungen aus dieser Zeit finden sich am Rande der Altstadt.

Nach den schweren Schicksalsschlägen und Zerstörungen des 2. Weltkrieges begannen harte Jahre des Wiederaufbaus. Von 1950 bis 1990 veränderte sich das Stadtbild spürbar, und am Rande der Stadt entstanden neue Wohngebiete.

 





 
   
 
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